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Trockenheit lässt Füllstand der Talsperre Cranzahl sinken


 
Die Talsperre Cranzahl wurde 1948 -1952 für die Trinkwasserversorgung der Stadt Annaberg-Buchholz und deren Umgebung erbaut. Nach der Inbetriebnahme war das natürliche Einzugsgebiet mit 4,5 Quadratkilometern nicht ausreichend. Um die gesamte Region zu versorgen, wurde nachfolgend ein Hanggraben errichtet, der bis zum Nordhang des Fichtelbergs führt. Mit der Fertigstellung konnte das Einzugsgebiet etwa verdoppelt werden. Weitere Versorgungsgebiete wie Ehrenfriedersdorf - Gelenau, Oberwiesenthal sowie Crottendorf – Scheibenberg konnten angeschlossen werden.
 
Sie ist im Gegensatz zu anderen Talsperren nicht im Talsperrenverbundsystem integriert und stellt somit eineInselversorgung dar.
 
Die an der Gruppenwasserversorgung - TS Cranzahl angeschlossenen Kommunen erhalten zu 70% ihr Trinkwasser aus der Cranzahler Talsperre. 30% des Trinkwassers kommen aus örtlichen Quellgebieten. Durch die 2 jährige Trockenwettersituation der Jahre 2018/2019 und die ausgebliebene ergiebige Schneeschmelzeim Frühjahr 2020 ist die Talsperre derzeit nur zu 2/3 gefüllt.
Damit die Wasserversorgung aus der Talsperre gesichert werden kann, wird über Notleitungen Wasser aus dem Tagebau und Untertagebau Hammerunterwiesenthal und der Weißen Sehma zusätzlich in die Talsperre eingeleitet.
 
Die Erzgebirge Trinkwasser GmbH sorgt für eine Entlastung der Talsperre, indem sie die maximalen Kapazitäten aus eigenen Quellgebieten nutzt. Dadurch konnten gegenüber 2018 und 2019 Entnahmemengen von ca. 500 m³/Tag aus der Talsperre reduziert werden. Weitere Überleitungen aus Versorgungsgebieten mit örtlichen Dargeboten sind geplant, um die Talsperre zusätzlich zu entlasten.
 
Sie als Trinkwasserverbraucher können ebenfalls einen Beitrag zum bewussten Umgang mit dem wichtigsten Lebensmittel „Trinkwasser“ leisten.Verwenden Sie bitte kein Trinkwasser für:
 
- das Waschen von Fahrzeugen
- die großflächige Bewässerung von Gartenflächen
- Befüllung von Swimmingpools und Besprengen von Hof-, Straßen- und Wegeflächen, Grünflächen,
Spiel- und Sportplätzen, Terrassen und sonstige Bauwerke
- Betreiben von Springbrunnen