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Verbrennen von pflanzlichen Abfällen

Aus gegebenem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen in der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die Entsorgung von pflanzlichen Abfällen (Pflanzenabfallverordnung - PflanzAbfV) geregelt ist.
 
Nach § 2 Abs. 1 PflanzAbfV dürfen pflanzliche Abfälle, die auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken oder Gärten, in Parks, Grünanlagen und auf Friedhöfen anfallen, durch Verrotten, insbesondere durch Liegenlassen, Untergraben, Unterpflügen oder Kompostieren, auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen, entsorgt werden.
 
Danach ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen nur im absoluten Ausnahmefall unter dem Vorbehalt des § 4 Abs. 2 PflanzAbfV wie im folgenden Wortlaut zulässig:
 
1.
Durch das Verbrennen dürfen keine Gefahren oder Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft eintreten, insbesondere durch Rauchentwicklung und Funkenflug.
 
2.
Zum Anzünden und zur Unterstützung des Feuers dürfen keine anderen Stoffe, insbesondere keine häuslichen Abfälle, Mineralölprodukte oder beschichtete oder mit Schutzmittel behandelte Hölzer benutzt werden.
 
3.
Das Verbrennen ist vom 1. bis 30. April und vom 1. bis 30. Oktober werktags in der Zeit zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr, höchstens während zwei Stunden täglich, zulässig.
 
4.
Es müssen folgende Mindestabstände eingehalten werden:
100 m von bundes-, Land- und Kreisstraßen, Lagern mit brennbaren Flüssigkeiten oder mit Druckgasen sowie Betrieben, in denen explosionsgefährliche oder brennbare Stoffe hergestellt, verarbeitet oder gelagert werden
 
Für alle offenen Feuer, bei denen der Abstand zum Wald weniger als 100 m beträgt, muss zusätzlich bei der Unteren Forstbehörde des Landratsamtes Erzgebirgskreis eine Genehmigung beantragt werden.
 
Wir bitten somit darum, die pflanzlichen Abfälle zu kompostieren bzw., wenn dies nicht möglich ist, die vorhandenen Grünschnittcontainer zu nutzen. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass laut § 15 Polizeiverordnung der Gemeinde Drebach offene Feuer 5 Tage vor dem Abbrennen schriftlich beim Ordnungsamt zu beantragen sind. Die Genehmigung ist nach Verwaltungskostensatzung /VwKS) kostenpflichtig; die Gebühr beträgt 10,00 €. (siehe auch "Abbrennen offener Feuer/Traditionsfeuer" und "Formulare")
 
Wir bitten um unbedingte Beachtung und Einhaltung dieser Vorschriften.